Über mich

Die Ethnologin mit dem Faible für Sozialgeschichte und Sprachwissenschaften

Carolin Olivares-Canas

Nach langjähriger Tätigkeit als Sachbearbeiterin im gehobenen Verwaltungsdienst einer Berufsgenossenschaft studierte ich von 1992 bis 1997 Ethnologie, Sozialgeschichte und Pädagogik an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. In dieser Zeit beschäftigte ich mich im Rahmen des „Studiums Generale“ auch mit Themen aus dem Bereich der Sprach- und Literaturwissenschaften. Zu der sich anschließenden wissenschaftlichen Tätigkeit am Mainzer Institut für Ethnologie gehörte das Schreiben wie auch das Redigieren von wissenschaftlichen Texten und Studienarbeiten. Besonderes Vergnügen bereitete mir in dieser Zeit das „Testlesen“ von Fantasy-Geschichten, die Elemente aus fremden Kulturen, insbesondere aus dem Bereich der Mythen und Glaubensvorstellungen beinhalteten.

Schule und Bücherei - rund ums Kinderbuch

Nach der Zeit an der Universität mit Forschungsaufenthalten in Namibia, einer kurzen Familienpause und Wohnortwechsel arbeitete ich ab 2007 als Lehrerin an einer Grundschule, überwiegend in den Fächern Deutsch und Sachkunde. Zu meinem Aufgabenbereich gehörte auch die Betreuung der Schulbücherei, einschließlich des Einkaufs geeigneter Literatur sowie der Konzeption und Durchführung von Projekten zur Verbesserung der Lese- und Schreibkompetenz.

Die hohe Kunst der Bibliothekswissenschaften und das alte Buch

Von 2010 bis 2012 absolvierte ich ein postgraduales Studium der Bibliotheks- und Informationswissenschaften an der Humboldt-Universität in Berlin, konzipiert als Fernstudium mit Präsenzphasen.
Parallel zum Betreiben eines Online-Antiquariates ab 2013 mit den Schwerpunkten Kinderbuch und Kulturwissenschaften nahm ich an Veranstaltungen des Instituts für Jugendbuchforschung im Fachbereich Germanistik der Johann-Wolfgang-Goethe–Universität in Frankfurt teil, beschäftigte mich unter anderem mit Textanalysen und beteiligte mich an einem wissenschaftlichen Forschungsprojekt zum „Jugendbuch der Kaiserzeit“.

Der Spaß an der Arbeit mit Texten - korrigieren, lektorieren, redigieren …

An der Uni in Frankfurt besuchte ich mit großer Begeisterung Veranstaltungen, die sich mit den Genres Fantasy, Science Fiction und Roman befassten. Meine in dieser Zeit wieder neu erwachte Lust am Schreiben führte schnell zu Vernetzungen mit Autoren an der Uni und in den sozialen Medien. Die häufigsten Anfragen, als Test- oder Betaleserin zu unterstützen, betrafen Texte aus dem Bereich der Fantasy und Kinderliteratur wie auch Romane. Letztere befassten sich häufig mit sozial- oder zeitgeschichtlichen Themen. Die Handlungen spielten oft in früheren Zeiten oder berührten fremde Kulturkreise.

"Das Ende vom Lied"

Je mehr Kontakte ich mit Autoren und Autorinnen knüpfte, in der Uni und in sozialen Netzwerken, umso häufiger erhielt ich Anfragen für ein Lektorat und/oder Korrektorat. Parallel zu den ersten Aufträgen bildete ich mich in Seminaren zu Textanalyse, Plot-Theorien und ähnlichen Themen im Fachbereich Germanistik weiter.

Mit der Zeit entwickelte sich neben dem Antiquariat eine neue berufliche Säule. Schließlich nahm das Lektorat deutlich mehr meiner Zeit in Anspruch. Seit 2015 bin ich ausschließlich als freie Lektorin tätig. Unter dem Pseudonym Paula Dreyser habe ich Beziehungsromane veröffentlicht, die in den Siebzigerjahren angesiedelt sind. Bei myheimat schreibe ich hin und wieder Kurzgeschichten, deren Handlungen sich im Mainz der Sechziger- und Siebzigerjahre abspielen.